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Zukunft

CBAM fuer nachgelagerte Produkte: Schrauben, Rohre, Bleche

Veroeffentlicht: 2026-03-27 Lesezeit: 2 Min.
CBAM fuer nachgelagerte Produkte: Schrauben, Rohre, Bleche

Nachgelagerte Produkte: Wo endet der CBAM?

Der CBAM erfasst nicht nur Rohstoffe, sondern auch einfache Verarbeitungsprodukte: Stahlschrauben, Aluminiumprofile, Zementklinker. Aber eine Maschine, ein Auto oder ein Gebaeude — obwohl sie aus CBAM-Materialien bestehen — fallen nicht unter den Grenzausgleich. Wo genau liegt die Grenze?

Was heute erfasst ist

Die CBAM-Verordnung listet in Anhang I konkrete KN-Codes. Fuer Stahl umfasst das die Kapitel 72 und 73 der Kombinierten Nomenklatur — von Roheisen bis zu Schrauben und Naegeln. Aber komplexe Stahlkonstruktionen (Kapitel 73, teilweise) sind die Grauzone.

Das Problem der fehlenden Downstream-Erfassung

Wenn nur das Material CBAM-pflichtig ist, aber das Fertigprodukt nicht, entsteht ein Anreiz zur Umgehung: Stahl in einem Drittland zu Schrauben oder Rohren verarbeiten und als Fertigprodukt CBAM-frei importieren.

Die europaeische Industrie argumentiert, dass dies eine unfaire Luecke ist. Besonders die Automobilindustrie und der Maschinenbau sehen sich benachteiligt, wenn importierte Fertigprodukte keinen CBAM-Aufschlag tragen.

Die technische Herausforderung

Die Ausweitung auf Downstream-Produkte ist technisch extrem komplex. Wie berechnet man die eingebetteten Emissionen eines Autos, das aus tausenden Teilen besteht? Oder einer Industriemaschine mit Komponenten aus 20 Laendern?

Zwei Ansaetze werden diskutiert:

  1. Vereinfachte Berechnung: Standardwerte fuer den Materialanteil pro Produktkategorie
  2. Product Carbon Footprint: Volle Lebenszyklusanalyse (technisch korrekt, aber aufwendig)

Politische Perspektive

Die EU-Kommission hat angekuendigt, die Downstream-Frage im Rahmen des CBAM-Reviews 2028 zu pruefen. Eine Ausweitung auf einfache verarbeitete Produkte (z.B. Stahlkonstruktionen) ist wahrscheinlicher als auf komplexe Fertigprodukte (Autos, Maschinen).

Empfehlungen

  1. Pruefen Sie die aktuelle Abgrenzung fuer Ihre spezifischen Importe
  2. Beobachten Sie die Downstream-Diskussion in Bruessel
  3. Bereiten Sie sich auf eine moegliche Ausweitung vor
  4. Dokumentieren Sie den Materialanteil Ihrer importierten Produkte

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Was aendert sich?

Details zu geplanten Aenderungen und Prognosen finden Sie im Artikel.

Wann treten Aenderungen ein?

Zeitplaene und Meilensteine stehen im Text.

Wie sollte ich mich vorbereiten?

Strategische Empfehlungen finden Sie im Artikel.