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CBAM-Exportrabatt: Sollte die EU Exporte entlasten?

Veroeffentlicht: 2026-03-27 Lesezeit: 2 Min.
CBAM-Exportrabatt: Sollte die EU Exporte entlasten?

Exportrabatt: Die ungeloeste CBAM-Luecke

Der CBAM schuetzt europaeische Produzenten vor billigeren Importen. Aber er hilft nicht bei Exporten. Ein deutsches Stahlwerk, das nach China oder die USA exportiert, zahlt den vollen ETS-Preis — ohne Ausgleich. Chinesische Konkurrenten haben diesen Kostennachteil nicht. Die Industrie fordert daher einen Exportrabatt. Was steckt dahinter?

Das Problem

Unter dem alten System (Gratiszuteilung) hatten europaeische Exporteure einen impliziten Kostenschutz: Sie bekamen einen Grossteil der ETS-Zertifikate gratis und konnten zu Weltmarktpreisen exportieren. Mit dem Abbau der Gratiszuteilung steigen die effektiven CO2-Kosten fuer europaeische Produzenten — und damit ihr Wettbewerbsnachteil auf Drittmaerkten.

Die Industrie-Forderung

Die europaeische Stahl-, Aluminium- und Chemieindustrie fordert einen Exportrabatt (Export Rebate): eine Rueckerstattung der CO2-Kosten fuer Produkte, die in Drittlaender exportiert werden.

Argumente dafuer

  1. Wettbewerbsfaehigkeit: Ohne Exportrabatt verlieren europaeische Hersteller Marktanteile auf Drittmaerkten
  2. Symmetrie: Der CBAM gleicht Importkosten an, aber fuer Exporte fehlt das Gegenstueck
  3. Carbon Leakage bei Exporten: Wenn europaeische Produkte durch emissionsintensivere ersetzt werden, sinken die globalen Emissionen nicht

Argumente dagegen

  1. WTO-Risiko: Ein Exportrabatt koennte als Exportsubvention gewertet werden — das ist unter WTO-Recht verboten
  2. Klimapolitische Integritaet: Der CO2-Preis soll die Produktion dekarbonisieren. Ein Exportrabatt schwaechen diesen Anreiz.
  3. Administrative Komplexitaet: Die Berechnung des Rabatts waere fuer verarbeitete Produkte extrem komplex

Politischer Stand

Die EU-Kommission hat sich bisher gegen einen Exportrabatt ausgesprochen. Aber der Druck waechst — besonders aus dem Maschinenbau und der Stahlindustrie. Eine Entscheidung wird fruehestens im Rahmen des CBAM-Reviews 2028 erwartet.

Empfehlungen

  1. Die Exportrabatt-Debatte verfolgen
  2. Exportabhaengigkeit Ihres Geschaefts quantifizieren
  3. Alternative Strategien fuer den Exportmarkt entwickeln
  4. Industrieverbaende in der Lobbyarbeit unterstuetzen

Haeufig gestellte Fragen (FAQ)

Was aendert sich?

Details zu geplanten Aenderungen und Prognosen finden Sie im Artikel.

Wann treten Aenderungen ein?

Zeitplaene und Meilensteine stehen im Text.

Wie sollte ich mich vorbereiten?

Strategische Empfehlungen finden Sie im Artikel.