CBAM in der Bauwirtschaft: Kostenwirkung auf Projekte
Bauwirtschaft: Stahl und Zement werden teurer
Die Bauwirtschaft ist der groesste Verbraucher von Stahl und Zement in Europa. Jede Tonne importierter Baustahl und Zement traegt kuenftig einen CO2-Preisaufschlag.Kostenwirkung im Hochbau
| Material | Anteil Rohbaukosten | Importanteil | CBAM-Verteuerung 2034 |
|---|---|---|---|
| Zement/Beton | 8-12% | 5-15% | +30-50% auf Import |
| Bewehrungsstahl | 3-6% | 20-40% | +50-100 EUR/t |
| Stahlkonstruktionen | 2-5% | 15-30% | +50-150 EUR/t |
Infrastrukturprojekte staerker betroffen
Ein Grossprojekt mit 500 Mio. EUR Baukosten koennte CBAM-bedingte Mehrkosten von 2 bis 8 Mio. EUR verursachen. Oeffentliche Auftraggeber muessen das in die Haushaltsplanung einbeziehen.Regionale Unterschiede
Kuestennahe Regionen importieren mehr per Schiff — staerkerer CBAM-Effekt. Binnenregionen beziehen mehr europaeisches Material — geringerer Effekt. Suedosteuropa nahe Tuerkei/Westbalkan ist am staerksten betroffen.Holzbau als Alternative
Holz ist kein CBAM-Material. Mehrgeschossiger Holzbau bis 18 Stockwerke ist technisch moeglich und wird durch den CBAM relativ guenstiger. Aber Holz kann Stahl und Beton nicht ueberall ersetzen.Empfehlungen fuer Bauunternehmen
- CBAM-Puffer in Angebote und Ausschreibungen einkalkulieren
- Europaeische Materiallieferanten bevorzugen
- Alternative Baustoffe pruefen
- Langfristige Materialvertraege absichern
- Importherkunft dokumentieren fuer CBAM-Transparenz
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie stark steigen die Baukosten durch den CBAM?
Um 0,3 bis 1,5% bei Hochbauprojekten, bei Infrastruktur bis zu 4%. Die genaue Hoehe haengt vom Importanteil und der Herkunft der Materialien ab.
Ist Holzbau eine CBAM-freie Alternative?
Ja, Holz faellt nicht unter den CBAM. Der relative Preisvorteil von Holz gegenueber Stahl und Zement steigt durch den CBAM.
Muessen oeffentliche Auftraggeber den CBAM beruecksichtigen?
Ja, steigende Materialpreise durch den CBAM sollten in die mittelfristige Haushaltsplanung einfliessen — besonders bei Infrastrukturprojekten.